Wie ist dieses Jahr für dein Fitnessstudio gelaufen? Wahrscheinlich hast du darauf eine recht klare Antwort: Du hast mehr Mitglieder gewonnen, neue Kurszeiten eingeführt oder einige schwierige Monate mit vielen Kündigungen hinter dir. Wenn du dir die Ergebnisse genauer ansiehst, fällt die Antwort vielleicht etwas differenzierter aus.
Vielleicht hast du mehr Mitglieder, aber auch höhere Kosten. Oder du hast viel Arbeit in die Mitgliedergewinnung gesteckt und stehst am Jahresende fast genauso da wie am Anfang. Was ist also passiert?
Ein Jahresrückblick für dein Fitnessstudio hilft dir, diese Ergebnisse miteinander zu verknüpfen und zu entscheiden, worauf du dich im nächsten Jahr konzentrieren solltest. Schauen wir uns die wichtigsten Bereiche deines Betriebs an und was du daraus lernen kannst.
1. Beginne bei deinen Mitgliedern: Was steckt hinter der Zahl am Jahresende?
Stell dir vor, du startest mit 120 Mitgliedern ins Jahr und beendest es mit 130. Dein Studio ist gewachsen. Wenn du in dieser Zeit allerdings 65 Neuanmeldungen verzeichnet hast, lohnt sich auch ein Blick auf die Menschen, die gegangen sind.
Sofern keine weiteren Veränderungen zu berücksichtigen sind, wären das 55 Abgänge. Ein großer Teil deiner Arbeit bei der Mitgliedergewinnung hätte also dazu gedient, ausgeschiedene Mitglieder zu ersetzen.
Bevor du darüber nachdenkst, wie du nächstes Jahr mehr Mitglieder gewinnen kannst, schau dir diese Abgänge genauer an. Wie lange waren die Personen bei dir? Häufen sich die Kündigungen in bestimmten Monaten? Gibt es wiederkehrende Gründe?
Wenn Mitglieder nach gerade einmal zwei Monaten gehen, solltest du prüfen, was nach der Anmeldung passiert. Wissen sie, wie sie buchen können? Finden sie Kurse, die zu ihrem Niveau passen? Spricht jemand mit ihnen darüber, wie sie sich einleben? Hier findest du einige Ideen, um neue Mitglieder nicht schon in ihren ersten 30 Tagen zu verlieren.
Wenn dagegen Mitglieder gehen, die seit Jahren bei dir trainieren, stellen sich andere Fragen. Vielleicht haben sich ihre Lebensumstände, Arbeitszeiten oder Bedürfnisse verändert. Das solltest du verstehen, bevor du über eine passende Reaktion entscheidest.
Die Informationen zu Mitgliedern, Mitgliedschaften und Anwesenheit, die du in Resawod verwaltest, helfen dir, diese Entwicklung einzuordnen. Du kannst beispielsweise prüfen, ob jemand vor seiner Kündigung seltener zum Training gekommen ist. Zusammen mit einem Gespräch kann dir das helfen, den Austritt besser zu verstehen und Anzeichen für eine Abwanderung früher zu erkennen.
Am Ende dieses ersten Schritts sollte eine klare Erkenntnis stehen: Was trägt dazu bei, dass Mitglieder bleiben, und wo musst du ihre Erfahrung verbessern?
2. Betrachte deine Einnahmen zusammen mit den Kosten, die dafür entstehen
Mehr Mitglieder sind in der Regel eine gute Nachricht. Du solltest aber prüfen, wie sich dieses Wachstum auf die Finanzen deines Studios ausgewirkt hat.
Vielleicht hast du deine Öffnungszeiten erweitert, einen weiteren Coach eingestellt oder ein neues Angebot eingeführt. Das kann den Umsatz steigern und deinen Service verbessern, verursacht aber auch Kosten. Rechtfertigen die Ergebnisse den zusätzlichen Aufwand und die eingesetzten Mittel?
Vergleiche die Einnahmen und Ausgaben dieses Jahres mit denen des Vorjahres. Schau dir anschließend die größten Veränderungen an und setze sie in Beziehung zu deinen Entscheidungen.
Wenn du beispielsweise im März Mittagskurse eingeführt hast, prüfe ihre bisherige Entwicklung: Wie viele Menschen nehmen teil? Haben die Kurse neue Mitglieder gebracht? Was kostet ihre Durchführung? Diese Informationen helfen dir zu entscheiden, ob du sie beibehalten, zeitlich verschieben oder ihnen mehr Zeit geben solltest.
Für eine genauere Betrachtung kannst du unseren Leitfaden zur Berechnung der Rentabilität eines Fitnessstudios nutzen. Beim Jahresrückblick geht es darum, zu verstehen, was zum Geschäftsergebnis beiträgt und wo Anpassungen nötig sind.
Nimm dir auch Zeit für offene Zahlungen. Wenn am Ende jedes Monats Mitgliedsbeiträge ausstehen, steht dir ein Teil deiner Einnahmen noch nicht zur Deckung deiner Ausgaben zur Verfügung. Prüfe die in Resawod erfassten Zahlungen und schau, ob die offenen Beträge auf einzelne Vorfälle oder ein wiederkehrendes Problem zurückgehen.
Im zweiten Fall solltest du überprüfen, wie du Beiträge einziehst und was passiert, wenn eine Zahlung fehlschlägt. Dieses Problem zu lösen, kann für den Jahresbeginn hilfreicher sein als eine weitere Werbeaktion.
3. Schau dir volle Kurse und weniger gefragte Zeiten an
Deine beliebtesten Kurszeiten kennst du wahrscheinlich genau. Der Kurs um 19 Uhr ist ausgebucht, sobald die Buchung öffnet, während sich zu einer anderen Zeit kaum eine Gruppe zusammenfindet.
Der Jahresrückblick ist eine gute Gelegenheit zu prüfen, ob dein Kursplan noch zum Alltag deiner Mitglieder passt. Sieh dir die Buchungen und die tatsächliche Anwesenheit in Resawod an und beobachte, wie sich deine Angebote im Laufe des Jahres entwickelt haben.
Ein stark gebuchter Kurs kann beispielsweise durch kurzfristige Absagen trotzdem freie Plätze haben. Wenn gleichzeitig andere Mitglieder auf einen Platz gewartet haben, solltest du zunächst die Stornierungsregeln und den Ablauf der Warteliste prüfen, bevor du einen zusätzlichen Kurs einführst.
Versuche bei weniger besuchten Kursen zu verstehen, welche Rolle sie erfüllen. Vielleicht sind sie für mehrere Mitglieder im Schichtdienst die einzige Trainingsmöglichkeit. Sie ohne Rücksprache zu streichen, könnte Kosten senken und gleichzeitig Kündigungen auslösen.
Wenn du Kurszeiten, Buchungen und Anwesenheit gemeinsam betrachtest, kannst du fundierter entscheiden. So passt du deinen Kursplan an das tatsächliche Geschehen im Studio an, statt eine Einteilung beizubehalten, die möglicherweise schon seit Monaten nicht mehr funktioniert.
Wähle die Anpassungen aus, die du testen möchtest, und lege einen Termin zur Auswertung fest. Dann kannst du prüfen, ob die Veränderung die Teilnahme verbessert und für dein Team dauerhaft tragbar ist.
4. Prüfe deine Mitgliedergewinnung: Was passierte nach der ersten Anfrage?
Im Laufe des Jahres hast du vermutlich Beiträge veröffentlicht, Aktionen oder Kampagnen gestartet oder mit Partnern zusammengearbeitet, um dein Studio bekannter zu machen. Manche Maßnahmen haben vielleicht viele Anfragen ausgelöst. Aber wie viele dieser Menschen trainieren inzwischen bei dir?
Schau dir den Weg vom ersten Kontakt bis zur Mitgliedschaft an: Wer hat Informationen angefragt, ein Probetraining gebucht, daran teilgenommen und sich anschließend angemeldet?
Wenn eine Kampagne viele Anfragen, aber wenige Probetrainings gebracht hat, prüfe die Schritte dazwischen. Wurde rechtzeitig geantwortet? Gab es passende Termine? War klar erklärt, wie man buchen kann?
Wenn die Probetrainings stattgefunden haben, aber kaum Mitgliedschaften daraus entstanden sind, sprich mit dem Team, das die Interessierten empfangen hat. Vielleicht müssen das Erlebnis vor Ort, das Angebot oder die anschließende Betreuung angepasst werden.
Hier hilft es, Interessierte im CRM von Resawod zu erfassen und ihre weitere Betreuung zu organisieren. Du kannst Kontakte ordnen und Aufgaben für die Nachverfolgung zuweisen. So hängt eine Antwort nicht davon ab, ob sich jemand daran erinnert.
Wenn du dieses Jahr nicht erfasst hast, woher Anfragen kamen oder was danach passierte, hast du bereits einen sinnvollen Verbesserungspunkt für das nächste Jahr: diese Informationen künftig festzuhalten. Du musst die Ergebnisse keiner Kampagne auf Verdacht zuschreiben.
Sobald du weißt, an welcher Stelle Chancen verloren gehen, kannst du besser zwischen verschiedenen Marketingmaßnahmen zur Gewinnung neuer Studiomitglieder wählen.
5. Sprich mit deinem Team über das, was die Daten nicht erklären
Die Ergebnisse zeigen, was passiert ist. Die Menschen, die jeden Tag in deinem Studio arbeiten, können dir helfen zu verstehen, warum.
Frage deine Coaches, welche Schwierigkeiten immer wieder auftreten, welche Fragen Mitglieder stellen und welche Aufgaben viel Zeit kosten. Vielleicht stellst du fest, dass jeder die Mitgliedschaftsbedingungen anders erklärt, sämtliche Verkaufsanfragen auf deinem Handy landen oder niemand genau weiß, wer offene Zahlungen kontrollieren soll.
Wähle die Probleme aus, die den meisten Aufwand oder die meisten Fehler verursacht haben. Kläre anschließend, was zur Lösung fehlt. Manchmal ist es eine Schulung, manchmal eine klare Zuständigkeit oder eine gemeinsame Vorgehensweise.
Bevor du beispielsweise eine Willkommensnachricht automatisierst, solltet ihr festlegen, welche Informationen neue Mitglieder benötigen, wann sie diese erhalten und welche persönlichen Gespräche mit dem Team stattfinden sollen. Danach kannst du die Kommunikationsfunktionen und Workflows von Resawod nutzen, um die geplante Betreuung zu unterstützen.
Die Software ist hilfreicher, wenn dein Team weiß, was passieren soll und wer dafür verantwortlich ist. Wenn noch zu viele Aufgaben immer wieder bei dir landen, kann diese Überprüfung der Ausgangspunkt sein, um eine Studioorganisation aufzubauen, die nicht ständig vom Inhaber abhängt.
Leite aus deinem Jahresrückblick drei Prioritäten ab
Nachdem du Mitglieder, Finanzen, Kurse, Mitgliedergewinnung und Team betrachtet hast, fallen dir wahrscheinlich mehrere Verbesserungen ein. Wähle drei aus, die die wichtigsten Probleme angehen und mit den verfügbaren Mitteln umsetzbar sind.
Formuliere konkrete Entscheidungen. „Die Mitgliederbindung verbessern“ ist eine Absicht. Festzulegen, wer neue Mitglieder während ihres ersten Monats kontaktiert, ist bereits eine umsetzbare Maßnahme.
Du kannst deine Prioritäten so festhalten:
| Was du festgestellt hast | Was du unternehmen wirst | Wer verantwortlich ist | Wann ihr die Ergebnisse prüft |
|---|---|---|---|
| Mehrere Mitglieder gehen kurz nach ihrer Anmeldung | Den Einstieg überprüfen und eine Betreuung im ersten Monat festlegen | Zuständige Person für Mitgliederbetreuung | Ende Februar |
| Absagen führen zu freien Plätzen, obwohl andere Mitglieder warten | Stornierungsregeln und Warteliste überprüfen | Zuständige Person für Buchungen | Nach sechs Wochen |
| Manche Anfragen bleiben unbeantwortet | Kontakte im CRM erfassen und die Nachverfolgung zuweisen | Vertriebsverantwortliche Person | Ende Januar |
Prüfe bei jedem Auswertungstermin, ob die Veränderung umgesetzt wurde und welche Ergebnisse sie erzielt. Vielleicht musst du nachjustieren. Du hast aber eine Grundlage, um die Entwicklung zu beurteilen.
Dein Jahresrückblick ist dann hilfreich, wenn du mit klaren Prioritäten ins nächste Jahr starten kannst. Die Informationen zu Mitgliedern, Buchungen, Anwesenheit und Zahlungen, die du bereits in Resawod verwaltest, unterstützen diese Analyse. Deine Schlussfolgerungen helfen dir zu entscheiden, wie du dein Studio weiter verbessern kannst.
Fehlt dir ein klarer Überblick über dein Fitnessstudio?
Wenn du für deinen Jahresrückblick Daten aus Nachrichten, Listen und verschiedenen Tools zusammensuchen musst, lohnt sich auch ein Blick darauf, wie du diese Informationen verwaltest.
Mit Resawod kannst du Mitglieder, Buchungen, Zahlungen und die Betreuung von Interessierten an einem Ort verwalten. So haben du und dein Team mehr Kontext, wenn ihr Entscheidungen trefft.


